<< Sieg-, aber nicht glorreich >> von Ane Hebeisen ©
Boxen
Ein beachtlicher Publikumserfolg war dem ersten Meeting seit 20 Jahren im Bierhübeli beschieden. Doch die rund 300 Besucher bekamen eher biedere Box-Kost geboten. Die drei Profis von Trainer Bruno Arati (Boxing Kings) hatten sich mit einer Staffel aus Tschechien zu messen und gingen alle als Sieger aus dem Ring, richtig zu glänzen vermochte jedoch nur der im Leichtgewicht tätige Martino Ciano (2 Kämpfe , 2 Siege). Auch der als grösstes Boxtalent des Landes gehandelte Yves Studer entschied alle sechs Runden für sich. Doch eine dominierende Figur gab er trotzdem nicht ab, was bei einem Gegner wie Petr Rykala (25 Kämpfe, 5 Siege) eigentlich hätte erwartet werden dürfen. Studers Aktionen waren zu fahrig und seine Führungshand zu harmlos, um den Kampf zu bestimmen. Eine ungleich überlegenere Ausstrahlung verbreitete im Hauptkampf der in Bern trainierende Algerier Momo Belkacem, ein Boxer aus der eher dünn besiedelten Kreativ- Abteilung Aratis. Belkacems Pech war einzig, dass sein Gegner nicht mit ihm boxen mochte. Fünf Runden befand er sich auf der Flucht, in der Pause zur sechsten gab er in der Ringecke auf.